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Posts Tagged ‘Master’

Heute hatte ich meinen Taschenrechner öfter in der Hand, als damals in der Schule. Gut, da war ich dank des Matheunterrichts sicher in besserer kopfrechnerischer Kondition und brauchte weniger technische Unterstützung, aber das lassen wir einfach mal unerwähnt. Einer meiner Professoren empfahl mir zu Beginn meiner Masterarbeit ein Buch. „So’n schwarzes… das heißt… ich komm grad nicht drauf, aber es steht in der Stabi!“. Na gut. Meine Recherchen förderten ein Werk besonders humoröser Art zutage: Empirie in Linguistik und Sprachlehrforschung von Ruth Albert und Cor Koster, 2002. Klingt jetzt erstmal nicht sooo lustig, aber schon auf Seite 5 geht’s los: „Dieser Teil [statistische Auswertung der Ergebnisse] ist oft für Geisteswissenschaftler etwas angsterregend. Schließlich hat man das Studium einer Philologie gewählt, weil man schon immer nicht rechnen konnte.“ Zur versuchsweisen Rettung der Autoren sei noch die Fußnote erwähnt. Sie lautet: „Oder nicht? :-)“. So übel ich mich damals aufregte, geholfen hat mir das Buch dennoch. Und weitere erst recht. Jetzt hinke und fluche ich beim Schreiben der Masterarbeit zumindest nicht über meine statistischen Fähigkeiten.

Die Leute, die beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Statistiken erstellen, scheinen dieses Buch nicht gelesen zu haben. Achja, die sind ja keine Philologen. Aber die Datensätze lassen auch nicht auf die Lektüre einer vergleichbaren Publikation schließen, während ich (Philologin) deren wirre Aussagen und Tabellen mit dem Taschenrechner brauchbar machen kann. Da ist doch irgendwas schief gelaufen, so ganz grundsätzlich. Dabei fällt mir ein: Vor einem jahr habe ich mich bei denen beworben. Aber ich durfte nicht, weil ich als Sprachlehrforscherin zu wenig Statistik im Studium hatte. Nur mal so nebenbei: Die stellen Sowis ein. Ich habe meinen Statistikschein wo…? JA, genau, in den Sozialwissenschaften gemacht. Und kann ganz offenbar mehr, als die, die eingestellt wurden. Da ist doch irgendwas schief gelaufen…

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Sagt man doch so, oder? Letztes Wochenende waren wir mit ein paar Leuten vom Fachschaftsrat der Sprachlehrforschung Hamburg den Fachschaftsrat der Sprachlehrforschung Bochum besuchen. Kurz: Die Sprachlehrforscher haben getratscht. Wir fanden uns sehr produktiv, das nur nebenbei, denn viel interessanter ist, dass ich an einer besonderen Unternehmung teilgenommen habe. Nachdem ich nun zwei Jahre wieder im nasskalten Norden wohne, habe ich am vergangenen Wochenende etwas gemacht, was mir in 40 Monaten Bochum nicht gelingen wollte. Meine erste Begegnung mit dieser Institution fand statt, als ich mein von der Polizei geklautes Motorrad suchte (das Hauptkomissariat ist direkt nebenan) ein anderes Mal stand ich sogar vor der Tür und bin dann doch wieder umgekehrt:

ICH WAR IM DEUTSCHEN BERGBAUMUSEUM!!!

Klingt unglaublich öde, war aber wirklich interessant und die zwei Stunden rumstöberei haben absolut nicht gereicht. Ein weiterer Besuch wird folgen!

Bochum

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Masterspaß III

Yippie-ay-ey.

Mein Erstgutachter ist von der Leiter gefallen und den Rest des Semesters krank geschrieben. Irgendwie muss ich an die alten Linguistik-Tage in Bochum denken, da hat das auch jemand gemacht, nur mit einem Garangendach…

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Masterspaß II

Das "schwarze Buch" scheint entschlüsselt. Es könnte sich um Albert/
Koster "Empirie in Linguistik und Sprachlehrforschung" handeln. Da
darf man dann so Sachen lesen, wie:

"Empirische Statistik beschäftigt sich mit Zahlen, die
zusammengerechnet oder in komplizierte Formeln eingesetzt werden."

und

"Dieser Bereich [der Auswertung der erhobenen Daten] ist für
Geisteswissenschaftler oft etwas angsterregend. Schließlich hat man
das Studium einer Philologie gewählt, weil man schon immer nicht
rechnen konnte."

Ist das zu fassen? Muss ich Philologie erst mit /f/ schreiben, um mich
empören zu dürfen, oder beschwer ich mich direkt? Mal sehen,
jedenfalls bin ich beleidigt.
Aber es gibt auch was Gutes, ich hab nämlich einen Zweitgutachter in
den Erziehungswissenschaften, der nicht nur mein Thema gut findet,
sondern auch den einfacheren meiner potentiellen Wege zum Ziel
bevorzugt, weil valider. HA!

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Masterspaß

Die Kurzfassung meines bisherigen Masterarbeitsweges:

Professor A lässt in einer Diskussion einen beiläufigen Kommentar fallen, der mich nachdenken lässt. Den Prof finde ich aber zu wenig kritisch. Also gehe ich mit dieser Idee zu Professor B. Der sagt „Völliger Mist. Schreiben Sie über was anderes.“
Da ich meine Idee aber mag, klopfe ich an die Tür von Professor A, der die aus seinem Kommentar entwickelte Idee total super findet. Er empfiehlt mir ein Buch: „Da gibt es was zum Thema… es hat einen schwarzen Einband.“
Au fein, das werde ich mal in der Stabi nachfragen.

Was bleibt, ist die Qual der Wahl zwischen guter Betreuung und einem spannenden Thema.

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