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Archive for the ‘Weltfahrt’ Category

tohuus

Und da waren wir so. Is‘ nich‘ alles, aber für einen kleinen Überblick dürfte es gut sein. Im Westen der Türkei und in der Ukraine waren wir auch, aber das krieg ich nicht auf den Ausschnitt.

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Wir gehen dann mal besser

Die Türkei ist ernsthaft schön, die Leute sind unfassbar nett, aber gerade wird es schon irgendwie brenzlig. Im Osten des Landes haben wir einige Kurden naeher kennenlernen dürfen, darunter zwei gebildete und einflussreiche Familienclans. Sie berichteten uns von den Partisanen, die am 01. Juni wieder verstaerkt aktiv wurden und machten auf fast gruselige Art klar, dass wir die Gegend zwischen Kars und Doğubeyazit zum Glück verlassen haben, sie fürchteten keinen Schaden, aber politisch motivierte Geiselnahmen. Wir waeren also von freundlichen Leuten am Weiterwandern gehindert worden, bis jemand zahlt. Nun sitzen wir im touristenüberlaufenen Istanbul in der Wohnung eines Freundes und schauen Fern… PKK, PKK, PKK und Werbung. Nichtmal Wetter. Na gut, Fussball auch. Und auch, wenn auf „unserer“ Seite vom Bosporus ein Bus der Armee von der PKK gesprengt wurde, kriegen wir hier nüscht mit. Wetter könnte besser sein, vielleicht wird der Regen im Fernsehen einfach totgeschwiegen.

Jedenfalls sind wir wohlauf und verlassen morgen Abend die Türkei mit dem Nachtzug nach Bukarest. Wir nahen!

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Bauch gut, alles gut. Wir waren in Vardzia, sind mit einem Motorrad zur türkischen Grenze getrampt (vier Leute und zwei schweizer Tornister auf einem Gespann), haben Ani, Bitlis und Hasankeyf gesehen und fahren morgen nach Şanlıurfa. Osttürkei! Man hört ja immer „Ja Istanbul, das ist an Europa orientiert und weltoffen, aber der Osten, der Osten, da weht ein ganz anderer Wind.“ Stimmt, hier zeigt man seine Beine nicht und Touristen sind Mangelware („Was wollt Ihr hier? Hier ist doch nichts los!“). Aber unterdrückte Frauen mit Kopftuch konnte ich nicht entdecken. Die meisten Kopftücher findet man bei den Damen oberhalb der 40. Je jünger die Frau, desto lockerer und vor allem desto seltener bedeckt sie ihr Haupt. Kurze Aermel sind keine Seltenheit, auch auf dem Land. Und auch die stark eıngewickelten scheuen sich nicht, Arne anzusprechen.  Überdies  sitzen Kurden und Türken fröhlich beisammen. Auch, wenn seit ein paar Tagen wieder die Partisanen in den Bergen unterwegs sind.

Hilfe! Meine Klischees liegen in Trümmern!

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Mir ist langweilig!!! Und davon will ich berichten.

In Aserbaidschan hat Arne sich irgendwie beide Fuesse verknackst, sodass wir erstmal auf Zug und Marshrutka umsteigen mussten. Nach einigen erholsamen Naechten im Wald bei Shuamta (wunderschoene alte Kloester bei Telavi) fuhren wir zu unseren Freunden in Tbilisi, um mit ihnen unser Bergfest zu feiern. Damit waren wir auch eindeutig erfolgreich, betrunken und unglaunblich satt plumpsten wir nach einem Abend voller deutscher und georgischer handemachter Musik in die Schlafsaecke. Den darauffolgenden Tag verbrachten wir im Wesentlichen mit dem Pluendern der oertlichen Flohmaerkte (auch da waren wir durchaus erfolgreich) und Arne besuchte ausserem da Hamam. Seitem galten seine Fuesse als endgueltig geheilt. Klingt, als koenne man am naechsten Tag weiterreisen. Tatsaechlich aber hat mein Verdauungstrakt entschieden, sich mal fuer eine Weile als Wasserproduzent zu betaetigen. Also ab in’s Bett. Nach drei Tagen war’s zwar nicht besser, aber ich fuehlte mich ansonsten fit. Ich bin kein Keramik-Junkie, der Wald tut’s auch, wir zogen weiter. Meine Magenkraempfe liessen nur wenige Kilometer pro Tag zu und am vierten Abend hat die Krankheitenlotterie mir dann zusaetzlich eine Blasenentzuendung spendiert. Das war mir dann zu viel, wir stiegen in den Bus zurueck nach Tbilisi. Die Jungs vom Hostel haben uns inzwischen so lieb, dass wir nicht mehr zahlen muessen.  Mit Ausnahme des kurzen Ausfluges gammel ich (Arne baut derweil Moebel*) nun also seit NEUN Naechten im Hostel rum. Laaaaangweilig!!! Ich hab schon angefangen, denen hier beim Streichen und Putzen zu helfen.

Aber morgen geht’s wieder weiter. Hoffentlich. Sonst gaehn ich mich noch wund.

*Bisher umfasst die Kollektion einen kompletten Bartresen, einen afrikanischen Stuhl und zwei Tische.

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Ich mag Aserbaidschan nicht. Einige werden mit der Aussage „Die Rokstans dieser Welt sind alle von hier“ genug wissen, allen anderen sei gesagt: Maaaaan, ey. Kommunikationswuetig und irgendwie oben aus. Schlechte Kombi. GANZ schlechte Kombi.

Zur Kroenung durfte ich heute keine Post abholen. Wir waren neulich schonmal da, da gab’s nen Brief von Jakobschatz und tolle Socken von Chorkatha (da ein Paar zu klein geraten ist, sind die schoeneren meine, haha!), heute „wusste“ die muffige Posttusse nicht, was ich will, hat nichtmal nachgeguckt. In eineinhalb Stunden geht unser Zug in die Freiheit, morgen mittag sind wir in Lagodechi, ich werde den Boden Georgiens kuessen. Oder den Grenzer. Oder beide. Mal sehen. Dummerweise ist saemtliche uns angekuendigte Post damit verloren. SCHNUEFF! Die Doofies!

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… nicht resignieren, das Gras sprengt den Beton…“ Was’n furchtbares Lied, aber wenn man ne Weile durch Baku gerannt ist, geht es einem nicht mehr aus dem Kopf. Die Stadt ist (vom alten Zentrum abgesehen) haesslich, laut und dass einem JEDER den Weg erklaeren will, auch wenn man durchaus weiss, wo man hinmoechte, ist gelinde gesagt anstrengend. Dazu kommt, dass der iranische Botschafter in Azerbaijan wohl grad schlecht gesch.. hat und deshalb gerade keine Visa vergibt. Fuer Turkmenistan sieht’s genauso aus; das Schiff nach Kaschstan faehrt gerade nicht, weil’s regnet. Seit 2 Wochen uebrigens. Der Versuch einer Wanderung ueber die Apsheron-Halbinsel ist eher als „Sightseeing der 3500 Oelpumpen“ zu bezeichnen. Schon mal an nem schwarzen See uebernachtet?

Aber es gibt auch tolles zu berichten, zum Beispiel wurden wir von Davit Gareja nach Tbilisi von einem Reisebus voller Nonnen und Priester aus aller Welt mitgenommen. Der Bischof von Georgien fuellte uns mit Wein ab und sang dann eine auf den Vatikan umgedichtete Version von „Avanti Popoli“.  Und hier in Azerbaidschan wurden wir Zeuge des Drehs des neuen Werbespots fuer Azercell, mitten im Feuertempel, weshalb wir bis in die Dunkelheit bleiben konnten, was sonst nicht geht. Die Crew hat uns reichhaltig mit Essen und Tee bewirtet und eine Unterkunft in Istanbul haben wir auch sicher.

Also, erstmal in ne Sonnenregion und dann… joa… wohl via Georgien inne Tuerkei. Vielleicht. 🙂

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Eine „kurze“ Auflistung der Eindruecke:

1
Grossartig gemischte Truppen von Jungs und Maedels zwischen 10 und 20 spielen zusammen Fussball. In der Mitte des dorfeigenen Bolzplatzes grast gemuetlich ein Pferd.

2
Die Polizei schmilzt vor Mitleid beim Anblick von Wandernden. Nachdem sie uns drei mehrere Tage bei der Anwanderung nach Mestia beobachtet hat, laden uns zwei Uniformierte in ihren Pickup. Sie schnallen sich nicht an, telefonieren waehrend der Fahrt und brechen alle Holperstrassengeschwindigleitsrekorde mit dem Kommentar: „Michael Schumacher Kaukas!“

3
Die Leute hier haben mehr Angst vor den Woelfen und Schlangen als wir. Aber die haben ja auch Vieh draussen. Gesehen haben wir noch nix…

4
„Ueberfall von der Dorfjugend“ bedeutet hier> 6 Jungs um die 17 kommen hoch zu Pferde, holen uns mehr Feuerholz, rufen jemanden mit Englischkenntnissen an, der dann „Don“t be afraid, we are friends!“ mitteilt und einer reitet fix nach Hause, um Brot und Kaese (beides frisch hausgemacht) zu holen, waehrend die anderen ihren Vodka mit uns teilen.

5
Unbedarft fuer’s Fruehstueck einkaujfen kann in Schlangenlinien enden, wenn man dem Typen im Dorfladen die Hand gibt. Ja, er spendiert Brot, Wurst und scharfe Sauce, aber auch 0,5 l Vodka. Und wenn so ne Flasche mal auf ist, muss man ganz schnell darauf achten, dass der Rest nicht verschimmelt.

* hick*

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